Ersatzneubau einer Rad- und Fußgängerbrücke

Daimler Truck AG, Werk Gaggenau

Überbau
Stahl-Rohrfachwerk, GFK-Belag
Spannweiten
22,08 m und 27,20 m
Schwingungen
1 Tilger je Feld

Über die Murg wurde eine bestehende Geh- und Radwegbrücke aus dem Jahr 1968 ersetzt. Der Stahlbetonüberbau war durch Bewehrungskorrosion infolge Karbonatisierung und durch Chloridschäden am Pfeiler so geschädigt, dass eine Instandsetzung nicht in Frage kam. Die Bestandsbrücke hatte eine Gesamtlänge von 49,10 m und eine Breite von 2,50 m; der Überbau wurde vollständig zurückgebaut.

Tragwerk

Der neue Überbau ist ein Zweifeldträger mit Spannweiten von 22,08 m und 27,20 m, die Feldlängen entsprechen dem Bestand. Als Tragwerk dient ein Dreigurtbinder, ein räumliches Rohrfachwerk aus Stahl mit Querträgern im Abstand von etwa 3,00 m. Ein Verband am Binderobergurt steift quer aus. Die Gehfläche besteht aus GFK-Belägen, die Geländer sind 1,30 m hoch, haben horizontale Füllstäbe und LED-Leuchten im Handlauf. Die Verkehrslast beträgt 5,00 kN/m². Der Überbau liegt auf Elastomerlagern; sie sitzen auf den bestehenden Widerlagern, die instandgesetzt und ertüchtigt wurden, wobei die Fundamente vergrößert und nachgewiesen wurden.

Besonderheiten

  • Schwingungen: Die Eigenfrequenz des Modells liegt bei 4,59 Hz. Der Nachweis erfolgte nach dem Leitfaden RFS2-CT-2007-00033, je Feld wirkt ein Schwingungstilger in Feldmitte am Obergurt.
  • Strompfeiler: Der geschädigte Pfeilerfuß wird abgebrochen und der Pfeiler neu nachgewiesen. In seine Gestaltung ist ein Quartier für Wasserfledermäuse als ökologische Ausgleichsmaßnahme eingebunden.
  • Stahlbau in S235 und S355 mit Ausführungsklasse EXC3 nach DIN EN 1090-2, Korrosionsschutz nach ZTV-ING.

Unsere Leistung

Objektplanung und Tragwerksplanung für den Ersatzneubau, dazu der statische Nachweis der Bauzustände einschließlich Abbruchkonzept sowie Planung und Bemessung der Baubehelfe.

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